Infoabend

Prof- und ProV-Infoabend zum Thema "Doktorarbeit und Ph.D.-Studium"

Am 08. Dezember 2004 fand im Hörsaal der Physiologie ein Informationsabend rund um den Doktortitel statt. Etwa 120 Studenten/ -innen hörten nicht nur die Vorträge der Professoren/ -innen Löscher, Breves, Grummer und Kaske, sondern informierten sich auch im Anschluss daran bei den Dozenten/ -innen und der ProV bei Glühwein oder anderen Getränken über alle aufgekommenen Fragen zum Thema Doktorarbeit.

Zunächst stellten wir einen Laufzettel vor, den wir entworfen haben. Der Laufzettel kann heruntergeladen werden und soll auf verschiedene Aspekte, die bei der Suche einer passenden Doktorarbeit zu beachten sind, hinweisen.

 

Prof. Loescher informiertProfessor Löscher wies im folgenden Vortrag eindringlich auf den Stellenwert der Dissertation für das spätere Berufsleben hin. Sie sei ein erster Schritt in die Forschung, die ja auch für Tierärzte attraktive Berufsmöglichkeiten bietet.

Außerhalb der TiHo zu promovieren bietet Möglichkeiten, aber auch Probleme, um die man wissen sollte. Neben anderen Universitäten, wie der MHH hier in Hannover, stehen die Industrie oder Großforschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Instiut zur Auswahl. In jedem Fall müsse man für seine Arbeit einen TiHo-internen Betreuer finden. 

 

 

 

 

Prof.Breves gibt RatHerr Professor Breves lobte zunächst die Arbeit der ProV sowie das große Interesse der vielen Anwesenden:

Er stellte das PhD-Studium an der TiHo vor. Erst seit 1998 kann man es in Deutschland absolvieren. Die TiHo in Hannover ist ein Vorreiter dieses Konzeptes. Man kann hier zwei verschiedene Ph.D.-Studiengänge belegen. Das Studium stützt sich auf die drei Säulen Lehrveranstaltungen, wissenschaftliche Arbeit und individuelle Betreuung. 

Auf Nachfrage aus dem Auditorium beschwichtigte er die Zuhörer, dass die geforderten "überdurchschnittlichen Leistungen" der geförderten Studenten nicht unbedingt nur aus ausgezeichneten Noten bestehen müssten. Wichtig sei vor allem, dass man nach einer gewissen Probezeit feststelle, dass die Arbeit in einer anspruchsvollen These fruchten könne.

 

 

 

 

Prof. Grummer klaert aufFrau Professorin Grummer aus dem Institut für Virologie vermittelte einen Einblick in Doktorarbeiten im paraklinischen Bereich der TiHo. In ihrem erfrischenden Vortrag machte sie ebenfalls darauf aufmerksam, dass eine gute Betreuung, Planung und Strukturierung der Arbeit grundlegend und wichtig seien, zuletzt aber auch das nötige Quäntchen Glück dazu gehöre. 

Für eine Dissertation im paraklinischen Bereich solle man ca. 3 Jahre einplanen. Die Arbeit sei charakterisiert von Labortätigkeiten. Für das "Zusammenschreiben" solle man in jedem Fall etwa 6 Monate einplanen, damit die Qualität der bisher gemachten Arbeiten nicht unter dem Zeitdruck des Abgebens leide.

 

 

 

 

Prof. Kaske sagt, wie es istHerr Professor Kaske, der kurzfristig für den verhinderten Professor Bollwein eingesprungen war, führte das Publikum an das Für und Wider einer klinischen Doktorarbeit heran. Kliniken erwarteten, dass man sich am Klinikbetrieb beteiligt. Finanzielle Unterstützung könne in Form von halben oder viertel Stellen geboten werden. Ein Internship könne während der Promotion in der Klinik gemacht werden. Dieses biete die Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen der Klinik, die man systematisch durchläuft.

Er stellte heraus, dass bei vielen Studien die Versuchstiere aus den in der Klinik eingestellten Tieren rekrutiert werden. Die Dauer der Dissertation könne sich somit verlängern, wenn man auf Tiere mit ganz bestimmten oder seltenen Krankheiten oder Symptomen warten muss. Die Kombination von Dissertation und Arbeit in einer Praxis außerhalb der TiHo sei nur dann sinnvoll, wenn man zusammenschreibt.

 

 

 

das Auditorium lauscht gespannt von rechts...Beim anschließenden gemütlichen Ausklang im Foyer der Physio wurden die vielen Fragen in Kleingruppen zusammen mit den Professoren/ -innen und den  Mitgliedern der ProV besprochen. Aber auch das gute Dutzend freiwillig anwesender "aktiver" Promovenden, die ihre Erfahrungen aus einer Vielzahl von TiHo-Einrichtungen einbringen konnten, wurden intensiv zu Rate gezogen. Die Firma BAYER stellte freundlicherweise alle Getränke wie Glühwein und Bier zur Verfügung und informierte an einem kleinen Stand über ihre Veterinärprodukte.

 

 

...und von links 

 

Wenn jemand noch gute Tipps hat, was bei weiteren Veranstaltungen dieser Art besser gemacht werden könnte, sind wir natürlich wie immer froh über jede Anregung unter fragen(ät)tihodocs.de!

Wir möchten uns bei allen freiwilligen Helfern, den Junior-ProVs, der Firma BAYER und insbesondere den Referenten bedanken !!!

Die Fotos vom Auditorium könnt ihr durch Anklicken als Großversion betrachten.