Auf der Suche

Schon während des Studiums stellt sich natürlich häufig die Frage:

"Wann muss ich denn anfangen, nach einer Doktorarbeit zu suchen ?!"

Nur leider gibt es hier keine festgelegte Antwort. Denn es ist abhängig davon, in welcher Klinik oder in welchem Institut man geplant hat eine Doktorarbeit zu machen.

 

Interessiert man sich z.B. für ein Dissertationsprojekt in der Pharmakologie oder in der Mikrobiologie, dann sollte man schon ein Jahr vor seinem Examen im entsprechenden Institut vorbeischauen und sich nach Projekten erkundigen. In der Mikrobiologie ist zum Beispiel auch Voraussetzung, dass man ein mehrwöchiges Praktikum im Institut absolviert oder entsprechende andere Qualifikationen erwirbt. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich schon erkundigt hat und die Praktika absolvieren kann. In einigen Kliniken -z.B. der Rinderklinik - reicht es voll und ganz, wenn man sich 4-6 Monate vorm Ende des dritten Teils erkundigt, ob Dissertationen ausgeschrieben sind. Teilweise - was vor allem für Kurzentschlossene von Vorteil ist - kann man bei den Profs fragen und kann schon zwei Wochen später beginnen. Von den Kliniken und Instituten gibt es da also kein Patentrezept.

 

Wenn man schon früh weiss, in welche Richtung es später gehen könnte, ist es auf jeden Fall sinnvoll schon während des Studiums zu versuchen, in den in Frage kommenden Bereichen Praktika oder sein PJ zu machen. Vielleicht bekommt man da dann auch schon das Angebot in der Klinik/ im Institut eine Dissertation schreiben zu können.

 

Sehr wichtig ist es natürlich, sich die Arbeitsgruppe bzw. seinen Betreuer genau auszusuchen. Kann ich mit diesen Leuten zusammen arbeiten - und das auch auf Dauer?! Macht es mir Spaß - passt die Chemie? Hierzu eignen sich natürlich Praktika oder das PJ. Man kann mit den dort arbeitenden Personen und vor allem den Doktoranden sprechen. Die meisten Doktoranden geben gerne Infos und Tipps an neue Generationen weiter.

 

Auch über Way2Vet oder per Mail kannst du Kontakt zu Doktoranden aufnehmen.

 

Die Frage nach dem "Wie suche ich eine Doktorarbeit ?" ist auch nicht so pauschal zu beantworten, denn hier ist es wieder von den Instituten und den Kliniken und vor allem auch den entsprechenden Profs abhängig. Man kann anrufen oder e-mails schicken. Oder man schaut einfach direkt bei dem Institut seiner Wahl vorbei und erkundigt sich persönlich. In der Tierernährung ist das zum Beispiel die beste Lösung. Hier fragt Prof. Kamphues einen nach seinen Interessenschwerpunkten und danach, wie man gedenkt, sich während der Arbeit zu finanzieren und welchen Zeitrahmen man anstrebt. Dann wird einem ein ganzer Themenkatalog runtergerattert. Dazu möchte er aber auch knapp wissen, welchen Notendurchschnitt man wohl erreicht und welche Note man in der Tierernährungsprüfung hatte.

 

Auch die anderen Profs finden es gut, wenn man persönlich reinschaut. Natürlich kann man das spontan oder auch mit einem Termin machen. Aber nicht nur die Professoren suchen Doktoranden aus. Teilweise haben die Assistenten, die Dissertationen direkt betreuen, bestimmte Projekte, bei denen zum Beispiel schon Vorgängerarbeiten gelaufen sind, die nun fortgesetzt werden. Und man kann sich dort erkundigen- der Prof hat da im Grunde wenig Einfluss, denn er arbeitet nicht direkt mit dem Doktoranden zusammen, sondern vieles läuft über den Betreuer.

 

Und dazu kommen natürlich noch verschiedene Aushänge an den schwarzen Brettern. Hier sollte man auch bei den Instituten direkt schauen, denn manchmal werden offene Dissertationsstellen nur dort ausgehängt. Angebote findet ihr auch direkt hier bei uns oder auf anderen Seiten.

 

Macht euch genaue Gedanken darüber, was euch für eure Diss wichtig ist. Dabei kann euch unser Laufzettel sicherlich helfen.