Literaturverwaltung (Software)

[Anmerkung: Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung, um z.B. die kostenlosen Programme aus der Open-source Gemeinde zu berücksichtigen, wie z.B. JabRef, BibDesk etc. ]

 

Am Anfang mag der eigene Literaturordner noch recht schmächtig und somit übersichtlich erscheinen. Das ändert sich jedoch recht schnell und wenn man den Überblick erst einmal verloren hat, wird man viel Zeit und Mühe investieren müssen, um ihn wieder zu erhalten.

Darum empfiehlt es sich, die ganze Geschichte vom ersten Paper an mit Ordnung und System anzugehen. Dafür bekommt ihr hier einen Vorschlag, wie so ein System aussehen kann. Sehr hilfreich kann dabei die Nutzung eines Literaturverwaltungs-Programms sein, z.B. EndNote, JabRef, BibDesk oder andere.

Ein paar Infos dazu findet ihr unter dem Punkt Literaturmanagement-Software.

Literaturordner

Eine unter Doktoranden sehr beliebte Form der "Ordnung" ist der Papierstapel. Dies resultiert jedoch eher aus einer Kombination von Zeitmangel und Faulheit, denn aus den vermeintlichen Vorteilen dieser "Methode". Sinnvoller ist es natürlich, kopierte Artikel gleich geordnet in einem Ordner abzuheften und insb. die PDF-Dateien auf dem Computer übersichtlich abzulegen.
In dem hier beschriebenen System, schlagen wir vor, die Kopien einfach alphabetisch nach Autoren zu sortieren. Man kann sie aber ebenso nach Jahrgang oder nach selbst vergebener Numerierung (von 1 bis unendlich) ordnen.
Das Abheften in nach Themengebieten geordneten Unterordnern mag zu Beginn sehr übersichtlich erscheinen. Mit zunehmender Dauer der Arbeit kommt es aber in der Regel zu so vielen Überschneidungen, dass man irgendwann nicht mehr genau weiss, was man worunter abgeheftet hat und daher Gefahr läuft, vollkommen den Überblick zu verlieren.

Persönliches Literaturverzeichnis

Nächster Punkt des Systems ist das Erstellen eines eigenen Literaturverzeichnisses, in dem jeder Artikel mit den wichtigsten Infos (Autoren, Jahr, Titel, Keywords etc.) verzeichnet wird. Außerdem sollte man sich noch aufschreiben, wo die Quelle zu finden ist (also welcher Aktenordner bzw. bei Dateien der Pfad auf dem PC oder die Internetadresse). Wenn ihr euch für das Abheften nach laufenden Nummern entschieden habt, müsst ihr natürlich auch notieren, welches Paper welche Nummer erhalten hat.
Dies alles kann mit Hilfe einer Literaturverwaltungssoftware erfolgen, aber auch in selbst konzipierten Listen (z.B. in Excel oder Access) oder - für die totalen Computer-Legastheniker unter Euch - zur Not auch handschriftlich auf Papier. Bei letztgenannter Option sollte man allerdings auf eine leserliche Handschrift achten, damit man selbst oder Mitdoktoranden die Aufzeichnungen auch später noch lesen können.

Keywords = Schlüsselwörter

Um jetzt im Bedarfsfall auch schnell das Paper zu finden, was man gerade sucht, ist es wichtig, sich zu jeder Publikation, die man in sein Verzeichnis aufnimmt, auch kurz die relevanten Informationen zum Inhalt zu notieren. Also z.B. mit welchem Teilaspekt des eigenen Themas sich das Paper befasst (z.B. Pathogenese, Diagnostik, Pathologie, Klinik etc.), welche Methoden verwendet werden, an welcher Tierart die Untersuchungen durchgeführt wurden usw.. Die Art der Schlüsselwörter kann dabei natürlich je nach Fachbereich erheblich variieren.
Wichtig ist, dass man sich die verwendeten Schlüsselwörter in einer gesonderten Liste aufschreibt, damit man für jedes Suchkriterium auch immer denselben Begriff verwendet (z.B. immer "Impfung" statt "Vakzination", "Impfprophylaxe", "impfen" etc.). Nur so findet man später bei der Suche nach dem Keyword "Impfung" auch wirklich alle seine abgehefteten Artikel zu diesem Thema auf einen Schlag.
Wenn Ihr eine Literaturverwaltungs-Software benutzt, dann importiert Ihr die Informationen zu den einzelnen Artikeln in den meisten Fällen direkt aus den Internetdatenbanken. Diese Informationen umfassen fast immer auch vorgegebene Keywords. Die Keywords variieren jedoch z.T. erheblich zwischen den unterschiedlichen Datenbanken und Zeitschriften - und sind teilweise auch einfach unsinnig und falsch ! Deshalb empfehlen wir Euch, diese vorgegebenen Keywords durch Eure eigenen Schlüsselwörter zu ergänzen oder sogar komplett zu ersetzen.

Suche im eigenen Literaturverzeichnis

Und jetzt kommt wir zu dem Grund, warum wir euch den ganzen Aufwand empfehlen: Wenn Ihr nun etwas sucht, z.B. ein bestimmtes Paper oder alle Paper zu einem speziellen Thema, nehmt ihr einfach Euer Literaturverzeichnis zur Hand (das heißt in den meisten Fällen, Ihr öffnet die entsprechende Datei der Literaturverwaltungs-Software). Darin sucht ihr nach Literatur mit den passenden eigenen Schlüsselwörtern. Als Ergebnis erhaltet Ihr eine Liste der in Frage kommenden Artikel mit der Info, wo Ihr sie abgeheftet/gespeichert habt. Dank Eurer hervorragenden alphabetischen (oder numerischen) Ordnung findet Ihr sie dort im Handumdrehen. Klingt simpel, oder ?!

Literaturmanagement-Software

Für Doktoranden, insbesondere für diejenigen, die vielleicht auch nach der Promotion mit Literatur arbeiten wollen oder müssen, empfiehlt sich die Anwendung einer Literaturmanagement-Software.
Für das an der TiHo am häufigsten benutzte Programm EndNote veranstalten wir seit 2006 jährlich einen eigenen Infoabend (meistens im Mai). Es gibt noch weitere Programme, die gut geeignet sind, unter anderem das Open-Source-Programm Mendeley.

Außerdem haben wir für Euch in Zusammenarbeit mit unserem Referenten Dr. Georgios Tsousis (Klinik für Rinder) einige nützliche Downloads zusammengestellt. (Arbeitsanleitungen und Style-Dateien für EndNote und Reference-Manager entsprechend der TiHo-Bib-Richtlinie):

Die folgenden Downloads wurden freundlicherweise von den Autoren zur Verfügung gestellt. Sie sollen Euch bei der Nutzung von EndNote und Reference-Manager helfen. Für Richtigkeit und Vollständigkeit kann keine Gewähr übernommen werden, also bitte bei der Benutzung kontrollieren, ob auch alles funktioniert.

 

EndNote-Kurzanleitung

Autor: Dr. Georgios Tsousis

 

EndNote-Kurzanleitung 2010

Autor: Dr. Amely Ovelhey und Dr. Georgios Tsousis

 

Endnote-TiHo-Style

Die heruntergeladene .zip-Datei muss entpackt werden und die .ens-Datei in Endnote eingepflegt werden. Wir übernehmen keine Gewähr über die Richtigkeit des Styles, also kontrolliert bitte, ob alles richtig formatiert wird!

Den TiHo Style könnt ihr aber auch über die Matrix an allen TiHo-Rechnern herunterladen. Hierzu die Software "Endnote Styles" installieren und in Word den Style "TiHoRichtlinie06" auswählen. Auch hier bitte selber überprüfen, ob alles korrekt formatiert wird.

fertiges Literaturverzeichnis 

Es gibt eine Richtlinie der Tiho für die Anfertigung des Literaturverzeichnis! Diese ist unter elib.tiho-hannover.de/dissertations/literaturverzeichnis.pdf

zu finden! Es sind aber auch andere, etwa die in Fachzeitschriften verwendeten Zitierweisen zulässig, sofern sie durchgehend angewandt werden!!